Presse

Eine Phantasiereise durchs Land der Drachen

Rund 180 Kinder machen bei der Lesung der Autorin und Liedermacherin Bettina Göschl in Oberstenfeld eifrig mit

VON ANNETTE SCHRÖDER Feuerspuckende Drachen und schatzsuchende Piraten – rund 180 Kindergartenkinder lauschten im Bürgerhaus in Oberstenfeld nicht nur fasziniert den Geschichten und Liedern von Bettina Göschl, sondern gingen selbst mit Bewegung und Tanz auf Phantasiereise.

Atemlose Stille verbreitet sich ebenso wie laut juchzende Kinderstimmen im Bürgerhaus. In Kooperation mit der Gemeindebücherei haben die Kindergarten die freie Autorin und Liedermacherin Göschl eingeladen, die sowohl mit Liedern als auch mit spannenden Geschichten die Kinder zum zuhören

Bei der Lesung mit Musik von Bettina Göschl tanzten die Kindergartenkinder im Oberstenfelder Bürgerhaus unter anderem den »Drachentanz«. (Foto: Anntette Schröder)

und Mitmachen animiert. So bleibt bei dem Lied »Drachentanz« kein Bein ruhig stehen. Auf Anweisung von Göschl drehen sich die Kinder begeistert im Kreis, hüpfen oder klatschen in die Hände.
Die sechsjährige Anna freut sich: »Das macht Spaß. Ich tanze so gerne.« Göschl weiß als gelernte Erzieherin, was Kinder wollen, nämlich Unterhaltung zum Mitmachen. Gespannt fiebern die »kleinen Besucher« mit, als der Drache Kunibert eine grüne Luftmatratze mit seiner Mutter verwechselt. Beim Piratenlied »Heja Ho« ahmen die Zuschauer eine Schatzsuche pantomimisch nach. Mit einer Hand decken die Kinder ein Auge zu, um eine Augenklappe zu imitieren, machen Wellenbewegungen oder reißen kämpferisch – ganz wie echte Seeräuber die Hände nach oben.
Spannende Momente sind auf Lesungen von Göschl ebenso häufig wie lustige. Herzlich können die Kinder über den »Seifenblasen-Drachen« lachen. Darüber hinaus nimmt sich die an der Nordseeküste lebende Künstlerin die Zeit, auf nahezu jede Frage ihres jungen Publikums einzugehen.
Als Göschl, immer mit Gitarre, den »Bi-Ba-Badewannenboogie« anstimmt, hält es selbst Tanzunwillige nicht mehr in den Sitzen. Vier Freiwillige dürfen auf die Bühne, um den anderen zu zeigen, wie man zu einem Boogie die Hüften schwingt. Dabei sollen die Kinder es erst »für Omas vormachen«, so Göschl, und dann schnell. Die vierjährige Laura sieht darin ganz klar den Höhepunkt des Vormittags. Damit sich alle an dieses Ereignis erinnern, gibt die Liedermacherin zum Abschluss eine kurze Autogrammstunde.

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    • Heilbronner Stimme
    • 29.03.2006