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Von Lotte, Gitti und dem mutigen Piratenjungen Knut

Kinderbuchautorin Bettina Göschl singt und liest eine Woche lang in den Grundschulen

RODENBERG. Während Klaus-Peter Wolf im Rahmen der Jugendbuchwoche die älteren Schüler in der Umgebung besucht, stellt Bettina Goeschl ihre Werke in den Grundschulen vor. Die Kinderbuchautorin schreibt unter anderern Geschichten und Drehbücher für die ZDF-Kinderserie »Siebenstein«. Den Rodenberger Grundschülern erzählte Goeschl von einem freundlichen Seeungeheuer und dem mutigen Piratenjungen Knut.

Das freundliche Seeungeheuer Lotte sagt den Kindern guten Tag: Autorin Bettina Goeschl bei ihrem Besuch in der Julius-Rodenberg-Schule. gus

Ein wichtiges Element in Goeschls Vortrag war das Singen. Dazu hatte die geborene Bambergerin ihre Gitarre »Gitti« dabei. Mit dem Lied vom Seeungeheuer Lotte brachte sie am Montag die Erstklässler der Julius-Rodenberg- Schule mächtig in Schwung. Dann erzählte sie die Geschichte vom freundlichen Seeungeheuer, welches das Schiff des Piratenjungen Knut vor den königlichen Flotten rettet und Freundschaft mit dem mutigen Bengel schließt.
Die jungen Zuhörer waren begeistert. Immer Wenn Goeschl ihnen ein Bild von Lotte zeigte, wurde deren Lied gesungen. »Kommt Lotte denn jetzt auch?«, fragte eine Schülerin schließlich. »Ich sehe sie schon«, rief ein anderes Kind. Und tatsächlich: Goeschl zog ein großes grünes Plüschmonster aus einem Rucksack. Mit der Handpuppe machte sich die Autorin auf den Weg durch den Klassenraum und begrüßte jedes Kind einzeln.
Von der Geschichte angeregt, wollten die Kinder auch wissen, wie man ein Buch schreibt; »Am Anfang muss ich erstmal eine Idee haben. Dann schreibe ich diese am Computer auf«, erklärte Goeschl. Anschließend werde die fertige Geschichte ausgedruckt und an einen Verlag geschickt. Goeschl verpackte den komplizierten Prozess des Schreibens kindgerecht: »Der Verlag sucht dann jemanden aus, der die Bilder malt. Und anschließend druckt eine Maschine die Bücher aus.«
»Wie schreibt man ein Lied?« Goeschl: »Ich nehme zuerst meine Gitarre und überlege, was ich dichten will. Beim Lied von Lotte habe ich mich zum Beispiel als erstes gefragt, was sich auf Ungeheuer reimt.« Mit den Kindern dichtete die Autorin spontan drauflos. »Seht ihr, so einfach kann man ein Lied schreiben «, meinte die Autorin schließlich. Zum Abschluss wurde noch einmal gesungen. Die Kinder durften beim Lied vom frechen Floh mittanzen. »Ihr habt ganz toll mitgemacht«, lobte Goeschl. Dafür konnten sich die Jungen und Mädchen auch eine Autogrammkarte abholen – und Lotte noch einmal den Kopf streicheln. gus

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    • Schaumburger Nachrichten
    • 26.10.2004